Aisa Ogoshi, Fondsmanagerin des JPMorgan Funds – Pacific Equity Fund setzt auf die langfristigen Trends und sieht gute Aussichten in der Region – trotz der Sorgen um China.

Das Interview erschien erstmals auf der Website des J.P. Morgan Asset Management.

Anleger in China mussten in diesem Jahr einige Hiobsbotschaften verkraften: Staatliche Regulierungsmaßnahmen und eine nachlassende Wachstumsdynamik schickten den Aktienmarkt seit Mitte Februar auf Talfahrt. Zuletzt schockte die Nachricht über finanzielle Probleme eines der größten Bauträger Chinas die Anleger. Dazu drei Fragen an unsere Expertin Aisa Ogoshi.

Redaktion: Frau Ogoshi, steht China am Rande einer großen Finanzkrise?

Aisa Ogoshi: Das rasante Wachstum des chinesischen Immobilienmarktes schürte seit einigen Jahren den Argwohn von Investoren. Die Politik reagierte auf das stürmische Wachstum mit schärferer Regulierung und restriktiverer Kreditvergabe. Dies hat unter anderem den Bauträger Evergrande mit Gesamtverbindlichkeiten von 300 Milliarden US-Dollar in ernste Schwierigkeiten gebracht. Auch wenn diese Summe sehr hoch erscheint: im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt Chinas und dem gesamten Kreditbuch chinesischer Banken ist sie relativ klein.

Sicherlich wäre ein Ansteckungseffekt für das Finanzsystem gefährlich, aus drei Gründen halten wir dieses Risiko jedoch aktuell für überschaubar: Erstens ist Evergrande mit seiner sehr risikoreichen Geschäftsstrategie nicht repräsentativ für die Branche. Zweitens haben die großen chinesischen Banken durch den maximalen Beleihungssatz von 60 Prozent beim Immobilienkauf einen ordentlichen Bewertungspuffer gegen fallende Immobilienpreise. Und drittens dürfte die chinesische Regierung ein großes Interesse haben, durch finanzielle Unterstützung und ein Lockern der bisher restriktiven Politik ein Ausbreiten der Krise, und damit eine harte Landung der Wirtschaft, zu verhindern. Es ist vielmehr so, dass nach den Kursverlusten der vergangenen Monate chinesische Aktien nun wieder an Attraktivität gewonnen haben.

Redaktion: Wie ist vor diesem Hintergrund ihr Ausblick für Asien?

Aisa Ogoshi: Entscheidend für die Erholung und die Finanzmärkte – ob in Asien oder global – ist, wie lange die Pandemie weiter anhält. Die Geschwindigkeit der Impfkampagnen in den verschiedenen Ländern ist sehr unterschiedlich. Die asiatischen Volkswirtschaften hinken dieser Entwicklung hinterher. Glücklicherweise scheinen die Infektionen ihren Höhepunkt erreicht zu haben. In Nordasien konnte zudem die Schließung der Grenzen und die strikte „No Covid“-Politik dazu beitragen, dass die langsamere Einführung von Impfungen die wirtschaftliche Wiedereröffnung nicht behindert hat. Im Gegensatz zu China sind andere asiatische Volkswirtschaften weit von ihren Wirtschaftsaktivitäten der vorpandemischen Zeit entfernt und hier sehen wir noch Aufholpotenzial.

Trotz COVID-Herausforderungen haben unterstützende Zentralbanken und umfangreiche Konjunkturpakete ein solides Umfeld für das Wirtschaftswachstum geschaffen. Diese wachstumsfördernde Politik geht jedoch mit Risiken einer höheren Inflation einher, die erhöhten Rohstoff- und Materialpreise verstärken den Druck. Der Kurs des US-Dollars ist für asiatische Aktien weiterhin von entscheidender Bedeutung, da ein starker US-Dollar normalerweise die Outperformance des US-Wachstums begleitet, die angesichts der COVID-Herausforderungen in Asien durchaus noch etwas anhalten könnte. Ideal für asiatische Aktien wäre ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einem starken US-Makro-Umfeld bei gleichzeitig eingedämmtem US-Dollar und stabilen Anleiherenditen.

Die Bewertungsdifferenzen bleiben innerhalb von Stilen und Sektoren erhöht, weshalb es immer wichtiger wird, an unserem Bewertungsrahmen festzuhalten. Wir suchen weiterhin nach Chancen bei asiatischen Aktien, bei denen das Gewinnwachstum langfristig zunehmen kann.

Redaktion: Wie sollen sich Anleger verhalten?

Aisa Ogoshi: Es gilt nicht zu vergessen, dass Peking einen enormen Vorstoß zur Öffnung seiner Kapitalmärkte für internationale Anleger gemacht hat. Dieser Trend sollte weiterhin eine Priorität bleiben. Wie bei jeder Marktkorrektur ist es unmöglich, den Tiefpunkt vorauszusagen. Die Bewertungen sind nun aber gefallen und es könnte ein guter Einstiegszeitpunkt sein. Wir erwarten, dass sich die Aufmerksamkeit der Anleger allmählich wieder auf unternehmensspezifische Fundamentaldaten richtet. Deshalb ist es gerade in solchen Zeiten wichtig die langfristigen Treiber für Unternehmensgewinne im asiatisch-pazifischen Raum im Blick zu halten: Eine aufstrebende Mittelschicht, technologische Fortschritte und sich vertiefende Handelsbeziehungen, wie zum Beispiel das größte Freihandelsabkommen der Welt: RCEP.

Der Schlüssel ist die Wahl der richtigen Methode: Wichtig ist ein aktiver Ansatz, mit lokalen Ressourcen in ganz Asien-Pazifik, um vom Wachstumspotenzial der Region profitieren zu können. Nur mit tieferen Einblicken und Kontakten vor Ort lassen sich die langfristigen Gewinner von den Verlieren sowohl der wirtschaftlichen Entwicklung als auch der politischen Zielsetzung der Regierung unterscheiden.Und angesichts der aktuellen Entwicklungen hat sich erneut gezeigt, dass durch die Kombination aus den aufstrebenden Ländern Asiens mit den etablierten Wirtschaftsnationen wie Japan das Rendite-Risiko-Profil deutlich verbessert und die Nerven der Anleger geschont wurden.

Alles in allem ist die Chance auf eine „Dekade Asiens“ weiterhin gut!

Bereits seit 1988 bietet der bewährte Klassiker Pacific Equity Fund eine erfolgreiche Kombination aus Japan und „Emerging Asia“. Dafür wurde der Fonds und sein Management bereits häufig ausgezeichnet, zuletzt über alle Zeiträume bei den €uro Fund Awards. Zusätzlich verfügt der Fonds über 5 Morningstar-Sterne und die Managerin Aisa Ogoshi überzeugt Citywire seit fünf Jahren in Folge als eine der 20 besten Fondsmanagerinnen der Welt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.

Bei diesem Text handelt es sich um Werbematerial. Die hierin enthaltenen Informationen stellen jedoch weder eine Beratung noch eine konkrete Anlageempfehlung dar. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Interessierte auf dieser Website.
Titelbild: © J.P. Morgan Asset Management

Über die Expertin

Ogoshi_AsiaAisa Ogoshi wurde als eine der 30 Fondsmanagerinnen mit der kontinuierlich besten Performance ausgezeichnet. Bei J.P. Morgan Asset Management ist Sie für den bereits vor über 30 Jahren aufgelegten JPMorgan Funds – Pacific Equity Fund verantwortlich. Mehr zum Fonds