Jan Roß: „Wir sehen den Schlüssel zum Erfolg durch Corona bestätigt“

0
619

Die Corona-Pandemie stellte die Branche ohne Frage vor große Herausforderungen. Wie Jan Roß, Bereichsvorstand Maklervertrieb bei der Zurich Gruppe Deutschland, bekräftigt, hat das Unternehmen diese mit Bravour gemeistert. Und nicht nur das. In der Krise sieht er sogar Chancen. Warum? Das erklärt Roß im Interview. Außerdem: Wie sich die Zurich zu einem der Vorreiter der Digitalisierung im Maklermarkt etablierte.

Redaktion: Herr Roß, welche besonderen Herausforderungen sehen Sie – auch vor dem Hintergrund von Covid19 – für Zurich im Geschäftsjahr 2021?

Jan Roß: Ich persönlich sehe für das Jahr 2021 insbesondere Chancen. Das Risikobewusstsein der Kunden steigt und neue Themen wie Cyber geraten auch bei kleineren Unternehmen mehr und mehr in den Fokus. Mit innovativen Ansätzen, wie der Homeoffice-Absicherung im Gruppenunfall-Bereich, haben wir spannende Lösungen auch für eine anhaltende Pandemie entwickelt. In Bezug auf den Maklermarkt wollen wir fokussierter und im engeren Austausch mit unseren Maklern gemeinsam erfolgreich sein. Wir sehen den Schlüssel zum Erfolg durch Corona noch bestätigt: Wer mit einem eindeutigen und professionellen Geschäftsmodell antritt, ist auch in Krisenzeiten erfolgreich. Das wollen wir von Zurich unterstützen.

Redaktion: Mit welchen vertrieblichen Schwerpunkten wollen Sie im nächsten Jahr im Bereich Leben- und Sachversicherung Akzente setzen und auf welche Produkte werden Sie sich konzentrieren? 

Jan Roß: Im Vordergrund steht hier unsere neue und fokussierte Ausrichtung im Markt und in den Produkten. Wir haben gemeinsam mit dem Makler den Unternehmerkunden im Blick. Sowohl was seine Gewerbepolice aber auch den nachhaltigen Ausbau seiner betrieblichen Altersvorsorge angeht. Gleichzeitig wollen wir enger und intensiver mit unseren bestehenden Partnern zusammenarbeiten. Bei den Produkten selbst werden wir in 2021 ein neues Gewerbeversicherungsprodukt zur Verfügung stellen. Zeitgleich werten wir mit unserem Portfoliotransfer veraltete Bestände wieder auf und bringen diese ins digitale Zeitalter.

Über den Experten

Jan Roß
Bereichsvorstand Maklervertrieb bei der Zurich Gruppe Deutschland

Nach einem abgeschlossenen BWL-Studium durchlief Jan Roß unterschiedliche Funktionen im Vertrieb von Versicherungsgesellschaften und -maklerhäusern. Von 2009 bis 2013 leitete er den dezentralen Vertrieb der Fonds Finanz und übernahm anschließend bis 2015 die Leitung einer Vertriebsdirektion Makler der Zurich Gruppe Deutschland. Bis 2019 war Jan Roß als Bereichsleiter Maklervertrieb bei der Inter Krankenversicherung tätig, bevor er im Oktober 2019 zurück zu Zurich kam als Bereichsvorstand des Maklervertriebs.

Redaktion: Viele Ihrer Mitbewerber ziehen sich aus der Betreuung in der Fläche heraus und zentralisieren die Vertriebsunterstützung für ihre Geschäftspartner. Wie sind die Antworten von Zurich in diesem Zusammenhang?

Jan Roß: Zurich setzt vor allem auf die regionale Unterstützung der Geschäftspartner. Das bedeutet nicht, dass wir nicht auch zahlreiche digitale sowie zentrale Services aufbauen – aber an der Spitze wird immer ein direkter persönlicher Kontakt in die Fläche stehen. Dieser wird nach wir vor den entscheidenden Faktor für den vertrieblichen Erfolg darstellen.

Redaktion: Vor dem Hintergrund von Covid-19 hat Zurich ein beachtliches Unterstützungspaket für seine Geschäftspartner aufgelegt. Wie war die Resonanz der Geschäftspartner und was waren die häufigsten Fragen der Geschäftspartner?

Jan Roß: Uns als Zurich war es wichtig, unseren Geschäftspartnern in einer für uns alle schwierigen Zeit umfangreiche Möglichkeiten zur Seite zu stellen, um gemeinsam stark zu sein. Da insbesondere die Unsicherheit der Liquidität für viele Kunden und auch Geschäftspartner ein sehr wichtiges Thema war, hat Zurich hier schnell reagiert und beispielsweise in den Lebensversicherungsprodukten Beitragsfreistellungen sowie Beitragsstundungen ermöglicht. Zudem wurde eine flächendeckende Umstellung auf monatliche Zahlweise angeboten.

Eine weitere Aktion, die bei vielen Bestandskunden auf sehr gute Resonanz stieß, war die Möglichkeit, eine befristete kostenlose Kinder-Unfallversicherungen während der Homeoffice-Zeit abzuschließen.

Redaktion: Zurich ist einer der Vorreiter der Digitalisierung im Maklermarkt. Wie werden Sie auch im nächsten Jahr diesen Anspruch gerecht und welche Initiativen können wir erwarten?

Jan Roß: Zurich hat mit dem Projekt Broker Transformation bereits frühzeitig den Digitalisierungs-Trend im Maklermarkt erkannt und setzt seit 2018 kontinuierlich alle relevanten BiPRO Normen sowohl für das Neugeschäft als auch für den Bestand um. Neben der Umsetzung dieser Normen spielt hier auch das Thema der Portfoliotransfers eine große Rolle, um veraltete Bestände möglichst automatisiert auf einen neuen Standard zu heben. Des Weiteren knüpfen wir enge und zielführende Kooperationen im Markt mit digitalen Vorreitern, wie thinksurance, skendata, Digidor, um in Zukunft gemeinsam mit unseren Partnern bestmöglich aufgestellt zu sein.

Einen weiteren Schritt, den wir dieses Jahr vorbereitet haben, ist unser eigener Zurich Content Hub, mit dem wir Maklern eine zentrale Plattform zur Seite stellen, auf der sie alle relevanten Inhalte zu Produkten sowie Services von Zurich finden. Ein Beispiel unserer digitalen Services ist unser FirmenModularSchutz Online-Rechner, in dem Geschäftspartner mit wenigen Klicks Angebote erstellen können.

Hier geht’s zur Anmeldung

Titelbild: © Zurich Gruppe Deutschland

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie hier Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein