Nach 30 Jahren Solidarität ist es Zeit, mal wieder an die eigene Zukunft zu denken.

Ab Anfang 2021 haben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld in den Taschen. Dann fällt für die meisten Steuerpflichtigen der Solidaritätszuschlag (Soli) weg. Zugleich stellt sich die Frage: Was tun mit dem Einkommensplus? Für den Konsum ausgeben? Oder in die Altersvorsorge investieren? Ein Brutto-Netto-Vergleich zeigt, warum bAV für Arbeitnehmer den größeren Mehrwert bietet.

Kundenkontakte wiederbeleben

Die Zeiten sind herausfordernd, auch für bAV-Vermittler. Niemand weiß, wie lange die Corona-Pandemie noch andauern wird und wie weit ihre wirtschaftlichen Folgen reichen. Kein Wunder, dass sich viele Verbraucher in diesem Umfeld mit Vorsorgeentscheidungen zurückhalten. Hier ist die Abschmelzung des Soli eine neue Eintrittskarte, um Kundenbeziehungen zu reaktivieren und liquiditätsneutrale Vorsorgelösungen zu präsentieren.

Neun von Zehn Steuerzahlern profitieren

Zum 1. Januar 2021 wird der Solidaritätszuschlag, vor rund 30 Jahren als Starthilfe für die neuen Bundesländer eingeführt, neu geordnet. Komplett wegfallen wird der Soli für Singles mit einem zu versteuernden Einkommen bis ca. 74.000 Euro sowie für Verheiratete, die zusammen nicht mehr als ca. 148.000 Euro pro Jahr verdienen – und damit für die allermeisten Erwerbstätigen in Deutschland. Oberhalb dieser Grenzen beginnt eine sogenannte Milderungszone. Das heißt: Es fällt ein ermäßigter Soli an; der Prozentsatz steigt mit dem Einkommen. Nur Spitzenverdiener mit Einkommen ab gut 109.000 Euro (Singles) bzw. knapp 219.000 Euro (Verheiratete) zahlen den Soli auch künftig in voller bisheriger Höhe. Das sind 5,5 Prozent der Lohn- bzw. Einkommensteuer.

Zoo oder Betriebsrente

Was heißt das für Arbeitnehmer konkret? Ein heute 36-jähriger angestellter Ingenieur, ledig und Vater zweier Kinder, verdient 6.000 Euro brutto pro Monat. Fällt im Januar 2021 der Soli weg, hat er jeden Monat rund 47 Euro mehr in der Tasche. Davon könnte er beispielsweise mit seiner Familie einmal pro Monat in den Zoo gehen.

Oder er investiert die Ersparnis in eine Betriebsrente, beispielsweise in eine Direktversicherung. Damit maximiert er den Nutzen, weil er die Hebelwirkung des Brutto-Sparens nutzt. Steckt der Ingenieur 47 Euro in die Entgeltumwandlung, spart er 36 Euro an Steuern und 10 Euro an Sozialabgaben – ergibt addiert bereits 93 Euro. Schlägt man noch einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 13 Euro obendrauf, kommt ein Altersvorsorge-Beitrag von 106 Euro zusammen. Und das ganz ohne Konsumverzicht, denn netto bekommt der Ingenieur weiterhin genauso viel aufs Konto überwiesen wie im Dezember 2020.

Deutliche Hebelwirkung

Noch deutlicher wird die Hebelwirkung, wenn man sich die prognostizierte spätere Rente anschaut. Im Tarif TwoTrust Selekt von HDI kann der Ingenieur mit 67 Jahren bei einer angenommenen Wertentwicklung von 4 Prozent eine Betriebsrente von 218 Euro brutto erwarten – Monat für Monat, bis zum Lebensende. Hinzu kommt der meist günstigere Einkommensteuersatz in der Rentenphase.

Aufklärung ist gefragt

Heute einmal im Monat in den Zoo gehen? Oder später lebenslang 218 Euro Rente kassieren? Klingt nach einer leichten Entscheidung. Aber vielen Arbeitnehmern erschließt sich die Vorteilhaftigkeit der bAV nicht von selbst. Hier kommen bAV-Vermittler ins Spiel. Für sie bietet der Soli-Wegfall eine große Chance zum Kundenkontakt und die Gelegenheit aufzuzeigen, dass mit wenig Einsatz viel erreicht werden kann.

Praktische Hilfestellung bietet der Solirenten-Rechner, den das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) für HDI programmiert hat

HDI ist in diesem Jahr auf der DKM.digital vertreten. Interessierte können gerne an der Leitmesse teilnehmen, um mehr über Produkt und Unternehmen zu erfahren.

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Titelbild: © HDI

Über den Experten

HDI Expertenbild Fabian von Löbbecke

Fabian von Löbbecke
Diplom-Mathematiker und Betriebswirt bAV (FH)

Vorstandsvorsitzender von HDI Pensionsmanagement und im Vorstand der HDI Lebensversicherung AG für betriebliche Altersversorgung verantwortlich

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