Ahoi, Ihr Lieben, willkommen zu diesem Morgenbriefing zum Wochenausklang, und zwar als Aufmacher mit einem exklusiven Interview, das Patrick Hamacher mit LV1871-Vorstand Hermann Schrögenauer geführt hat. Er berichtet uns nicht nur über die aktuellen Maßnahmen und Entwicklungen in seinem Unternehmen, sondern auch aus Wien, wo er dieser Tage im Homeoffice arbeitet:

Und weiter geht’s mit einer Top-News:

Eine, wenn nicht die gute Nachricht des gestrigen Tages kommt aus der Konzernzentrale von BOSCH. Dort wurde laut eigenem Vermelden in nur sechs Wochen ein Schnelltest entwickelt, der innerhalb weniger Stunden eine Infektion mit COVID-19 erkennen kann. Dieser Test soll schon im April verfügbar sein und dann Ärzte und Krankenhäuser in die Lage versetzen, direkt zu testen. Bedeutet im Klartext: Die ein bis zwei Tage Wartezeit, die wir bisher durch die Transportwege in die Labordiagnostik hatten, fallen dann weg. Coole Botschaft und Glückwunsch an die Forscher und Ingenieure. Und allen Investmentleuten sei ein Blick auf den Aktienkurs von BOSCH empfohlen, aber das habt Ihr sicher schon im Blick.

https://www.welt.de/wirtschaft/article206809007/Coronavirus-Bosch-stellt-Schnelltest-vor-Ergebnis-in-zweieinhalb-Stunden.html

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/coronavirus-pandemie-bosch-erfindet-eigenen-covid-19-schnelltest-16697237.html

https://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/gegen-corona-pandemie-bosch-entwickelt-covid-19-schnelltest-209792.html

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Aus der Vermittlerwelt

Ein aktuelles Video aus der Türkei hat gestern die Community aufgewühlt: Aus der Asservatenkammer des Hardsellings hat sich Mehmet Göker mit einem Video zurückgemeldet, und zwar diesmal via Instagram. Dort preist sich der Untote der 90er-Jahre-Taschaka-Sekte als „besten Telefonverkäufer aller Zeiten“ und verspricht möglichen Teilnehmern eines noch zu befürchtenden Trainings „mehr Umsatz als je zuvor“, gerade jetzt in Zeiten von Corona. Und wie? Na klar: am Telefon.

https://www.instagram.com/mehmet_e_goeker

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Und als wenn das nicht reichen würde für einen Tag, hat sich auch ein weiterer längst verschollen geglaubter alter Bekannter wieder zu Wort gemeldet. Die Rede ist von Christian Wiens, Gründer des Insurtechs Getsafe. Ihr erinnert Euch? Nachdem er mit seinem Startup Gourmeo gescheitert war, hatte er das Fintech Plan Forward gegründet und die App mit dem damaligen Namen „Safe“ an den Start gebracht. Mit dieser „Erfindung“ wollte er seinerzeit die „klassischen“ Versicherungsmakler überflüssig machen. Es kam dann zwar alles anders, aber jetzt ist er in einem Interview mit der Pfefferminzia wieder aufgetaucht, in dem er behauptet, das Maklergeschäft würde in spätestens fünf Jahren keinen Nachwuchs mehr finden, und die Pandemie zeige, wie überlegen digitale Player gegenüber angeblich traditionellen Marktteilnehmern (was auch immer das sein soll) seien. Mal sehen, wie weit die Weissagungen dieses modernen Nostradamus unserer Branche diesmal reichen:

https://www.pfefferminzia.de/getsafe-gruender-christian-wiens-in-fuenf-jahren-findet-das-maklergeschaeft-keinen-nachwuchs-mehr/

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Aber es gibt auch ernstzunehmende und gute Botschaften aus dem Vermittlerbusiness, so unter anderem eine Nachricht der Compexx Finanz AG aus Regensburg. Der Vertrieb hat einen Hilfsfonds für Berater ins Leben gerufen, der mit einer Million Euro ausgestattet ist und Finanzberatern im Zuge der Corona-Krise unter die Arme greifen will, wie die AssCompact berichtet. Das spannende daran: Compexx hat den Fonds auch für freie Berater geöffnet, die jetzt Unterstützung benötigen:

https://www.asscompact.de/nachrichten/corona-krise-compexx-startet-hilfsfonds-f%C3%BCr-freie-finanzberater

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Die aktuelle Umfrage der AssCompact in Zusammenarbeit mit der FH Dortmund ist inzwischen abgeschlossen. Wir hatten in der vorgestrigen Ausgabe schon dazu berichtet, es ging dabei um den Umgang in Vermittlerunternehmen mit den Folgen der Corona-Krise. Nun wurden erste Daten veröffentlicht: Demnach haben immerhin 60 Prozent aller Befragten ihren Arbeitsplatz ins Homeoffice verlagert. In vielen Fällen werde aber auch teils zuhause und teils im Büro gearbeitet:

https://www.asscompact.de/nachrichten/corona-pandemie-makler-zwischen-home-office-schlie%C3%9Fung-und-neugesch%C3%A4ftseinbruch

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Und einen besonders spannenden Beitrag fanden wir auf dem Startup-Portal Gründerszene.de: Christoph Hübner ist Digitalnomade und Gründer des Versicherungs-Startups „Leni, Leon & die Luchse“. Darüber vermittelt er exklusiv Krankenversicherungen für Kinder. Und dieser Tage führt er seine Firma nicht aus dem heimischen Leverkusen, wo das Unternehmen gemeldet ist, sondern aus dem Oman. Warum? Weil er vor drei Wochen dort hingereist ist und nun coronabedingt quasi dort festsitzt. Das Ganze macht ihm aber nicht viel aus, wie er bekundet: „Das Internet hier ist sehr gut und die Stimmung ist auch besser, als ich sie in Deutschland wahrnehme“, sagt er. Und im Beitrag auf der Gründerszene gibt er auch ein paar Tipps für das erfolgreiche Remote-Arbeiten:

https://www.gruenderszene.de/perspektive/corona-gruender-wueste

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Aus der Poolwelt

Mit einem ausführlichen und emotionalen Video hat Norbert Porazik, Chef der Münchener Fondsfinanz, gestern auf Facebook auf sich aufmerksam gemacht. Er fasst dort in etwas mehr als 5 Minuten zusammen, wie die Fondsfinanz sich für die bevorstehenden Herausforderungen aufgestellt hat und wie sie Vermittler in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen will.

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Nach der Ankündigung der Fondsfinanz gestern hat nun auch die aruna nachgezogen: Der Pool stellt seinen Partnern ebenfalls die Nutzung des Online-Beratungs-Tools Bridge zur Verfügung, in diesem Falle sogar für zwei Jahre:

https://finanzwelt.de/aruna-partner-erhalten-zwei-jahre-lang-kostenlose-bridge-videoberatung/

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Und eine weitere Meldung erreichte uns über unseren Podcast-Kollegen Torsten Jasper, lieben Dank dafür: Die Apella AG stellt interessierten Vermittlern bis Jahresende einen kostenfreien Zugang zur Apella WBthek zur Verfügung. Der digitale Weiterbildungsbereich wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Branchendienstleister Going Public erstellt:^

https://home.apella.de/2020/03/sonderaktion-zur-apella-wbthek-powered-by-going-public/

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Über den Tellerrand

Til Schweiger nimmt in einem Instagram-Video mal wieder kein Blatt vor den Mund. Bei Spaziergängen in Hamburg sei ihm aufgefallen, dass die Passanten viel zu dicht an ihm vorbeigehen, wenn er mal nicht ausweiche, so der Schauspieler. Das mache ihn fertig. Wie auch immer, in Einem hat er Recht: Zwei Meter Abstand machen halt Sinn. Mehr findet Ihr auf dem Instagram-Account vom lieben Til.

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Ein hoffnungsvolles Projekt stammt indessen aus dem Westen der Republik: Forscher und Ingenieure der Technischen Hochschule Aachen haben einen Prototypen eine Beatmungspumpe entwickelt, deren Komponenten größtenteils aus dem 3D-Drucker kommen können. Das Gerät kann laut Presseinfos in nur einem Tag hersgetellt werden. Das Forscherteam hat die Bauanleitung inzwischen auf einer eigenen Website auf Github veröffentlicht:

https://www.n-tv.de/technik/Uni-entwickelt-gedruckte-Beatmungspumpe-article21671123.html

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Und zu guter Letzt und zum Wochenende eine schöne Nachricht aus Italien: Dort ist vorgestern abend ein über 100 Jahre alter Mann nach einer Coronainfektion gesund aus dem Krankenhaus in Rimini entlassen worden. Bei den inzwischen über 7.500 Todesfällen in Italien mal eine gute Botschaft.

Habt ein entspanntes und vor allem gesundes Wochenende!

Bis Montag in alter Frische 🙂

 

Bildnachweis: dpa / picture alliance / Fotografin: rtn, Ulrike Ulitzner

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